Black Team – Academy – Camber oder nicht?

AC-1 oder AC-K oder AC-X für den Sommer? (Race, Freerace, No-Cam?)

 

Wie oft hast du dich schon gefragt, ob du ein Segel mit oder ohne Camber nehmen sollst?

Es gibt drei Aspekte du bei der Wahl deines Flachwasser Slalomsegels beachten musst

  • Wie gut klappt dein Wasserstart und deine Halse
  • Wofür brauchst du es
  • Wo gehst du Windsurfen

Alle diese Segel haben eine richtig gute Performance, also kannst du sie nicht anhand dieser Charakteristik auswählen. Es geht mehr darum, auf welchem Level dein Surfkönnen ist um das zu dir am besten passende Segel zu finden. Bist du gut trainiert und fit? Wie oft fällst du ins Wasser? Lebst du in einer böigen Gegend? Willst du dein Segel aufgebaut lassen? Willst du an Rennen teilnehmen?

Wenn du die drei Segel bei gleichen Bedingungen und konstantem Wind auf dem Wasser ausprobierst, wirst du feststellen, dass der Unterschied im Endspeed quasi nicht vorhanden ist. Das AC-X verliert nicht so leicht im Speed-Duell verglichen mit den Camber Segeln. Einige Surfer denken immer noch, dass es länger dauert ein Camber Segel aufzubauen als ein camberloses, aber auch das ist falsch!

Also was ist der Vorteil von Camber Segeln, wenn die No-Cam Segel so schnell sind und wie funktioniert es Segel mit Cambern so leicht aufzubauen wie Segel ohne?

Wenn wir an dem Punkt anfangen, an dem wir beginnen, das Segel aufzuriggen kann es so aussehen, als wäre ein camberloses Segel leichter aufzubauen, weil man ja keine Camber an den Mast bringen muss. Das ist also ein Schritt weniger den man machen muss…aber wieviel schneller lässt sich ein Mast bei einem Camber Segel raus- und reinstecken im Vergleich zu einem camberlosen Segel mit enger Masttasche? Heutzutage ist es so leicht Camber an den Mast zu bringen, dass es eigentlich nicht mehr Zeit braucht als ein camberloses Segel zu riggen. Der Mast geht so schnell in die breite Masttasche, dass das die Zeit aufwiegt, die man für die Camber braucht im Vergleich zu der Zeit, die man braucht, um den Mast in eine enge Tasche zu stecken. Wenn du dir einmal die Videos zum Thema Aufbauen angeschaut und die Handgriffe verstanden hast, wirst du überrascht sein, wie leicht sich ein Camber Segel aufbauen lässt.

Die Geschwindigkeit auf dem Wasser unterscheidet sich kaum. Ein camberloses Segel ist schnell, wenn der Wind konstant ist. Der größte Unterschied zeigt sich bei böigem Wind. Ein camberloses Segel verliert im Leichtwindbereich sein Profil, also verliert es am unteren Windlimit etwas an Leistung. Das Segel mit Camber liefert daher bei böigen Bedingungen eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit. Deswegen könnte es sein, dass Camber Segel schneller sind. Aber achte an guten Tagen auf die camberlosen Slalomsegel!

Wegen der Camber ist die Beschleunigung eines Camber Segels immer besser als die eines camberlosen Segels. Also wenn du von 15 Knoten auf Maximum Speed beschleunigen willst, wird das Cambersegel den Topspeed schneller erreichen. Fährst du Rennen? Wenn nicht, ist das keine wichtige Eigenschaft für dein Segel. Das spielt hauptsächlich beim Start und nach der Halse um die Boje eine Rolle.

Stehst du all deine Halsen und kommst mit Geschwindigkeit heraus? Dann bist du bereit für das AC-1!

Stehst du 80% deiner Halsen, kommst aber noch nicht mit Speed heraus? Dann ist das AC-K die richtige Wahl!

Stehst du nicht alle deine Halsen und versuchst noch die Technik dahinter zu lernen und zu verstehen? Kommst du aus der Halse ohne Geschwindigkeit, willst aber trotzdem ein richtig schnelles Segel haben? Dann brauchst du das AC-X!

Auf der Geraden fühlen sich alle Segel leicht an, also sollte das Gewicht des Segels nicht deine Sorge sein. Das Problem ist eher, wenn du einen Wasserstart machen willst. Das AC-X ist das unkomplizierteste, das einfachste der drei.

Also wann wählst du AC-K und wann AC-1?

Im Wesentlichen hat das AC-1 die bessere Beschleunigung wenn du von 10 Knoten auf Höchstgeschwindigkeit kommen willst.

Das AC-K ist komfortabler auf Upwind- und Halbwindkursen, weil es automatisch in diese Richtungen fährt. Das AC-1 wurde gemacht um auf Downwindkursen besseren Komfort zu haben, aber es ist auch auf Halbwind- und Upwindkursen richtig schnell. Du musst dich aber an den Druck in diesen Segeln gewöhnen, er ist anders. Du musst lernen, mehr den Druck im vorderen Profil zu nutzen, um gut Höhe laufen zu können. Das AC-K und auch das AC-X dagegen geben dir diesen leichten Druck auf der hinteren Hand, was es dir automatisch und einfach erlaubt, Druck auf die Finne zu geben und Höhe zu ziehen. Wenn du keine Rennen fährst ist auch das eher unwichtig.

Das AC-K und das AC-X können nicht so tief auf Downwind gehen, wie es das AC-1 kann.

Das AC-K lässt sich genauso leicht halsen wie das AC-X. Die Rotation ist weich und es zieht nicht so nach vorne wie das AC-1. Die Rotation des AC-1 ist auch sehr gut, aber das Segel gibt dir nach der Rotation extreme Power, um sofort wieder voll zu beschleunigen. Wenn du das Segel zu lange im Wasser lässt, macht es die breite Masttasche schwer beim Wasserstart, während das AC-K leicht leer läuft und sich besser starten lässt.

Das AC-1 ist also ein leichtes Race Segel, das auch den leichteren Teamfahrern richtig Spaß macht. Also sei dir den folgenden Punkten bewusst:

  • Breite Masttasche (Wasserstart)
  • Starker Vortrieb nach der Rotation
  • Gewöhnung an den Zug vorne im Segel und geringer Druck auf der hintern Hand

Mach dir keine Sorgen, dass ein Cambersegel schwer aufzubauen ist. Hake nicht die No-Cam Slalom Segel ab, weil du denkst, sie sind nicht schnell!

Wie oft hast du schon gehört, dass es nicht das beste ist, einen 60-80% Mast in einem reinen Racesegel zu verwenden? Du kannst das mit unseren Race Segeln und unseren Masten tun!

Das gleiche gilt für Alu Gabelbäume. Mach dir keine Sorgen wenn du Alugabeln auf 7.9er oder 8.6er Slalom Segeln verwendest. Die Performance reicht für Spaßrennen aus!

Genieß den Sommer mit unglaublicher Geschwindigkeit!!

Vielen Dank an Point-7 für die Erlaubnis, die Texte zu verwenden!!

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